Update Ergebnis: 29 Platz Tageswertung, 12 Platz AK - Insgesamt jetzt auf Platz 14 mit 50 Sekunden Rückstand auf Rang 13.
65 km und 1600 Höhenmeter standen heute auf dem Programm. Das hört sich erst einmal leicht und nach einer Entspannungsetappe an. Vor allem, da wir heute sommerliche Temperaturen und Sonnenschein hatten.
Aber es war heute wieder harte Arbeit ins Ziel zu kommen. Aber im Gegensatz zu den letzten Tagen waren meine Beine heute mal richtig gut. Von Beginn an konnte ich an den Bergen deutlich schneller fahren als die letzten Tage. Ich habe dies schnell gemerkt, da ich heute mit anderen Fahrern als die letzten Tage gefahren bin. Mal sehen, was die Ergebnisliste heute abend sagt....
Ansonsten war alles wie immer. Auf die Plätze fertig, Vollgas! Alle wollen nach vorne und als erstes in den Berg. Zum Glück blieb dies auch heute ohne Sturz. Die Profis setzten sich vorne ab und dahinter bildeten sich schnell Gruppen. Am Anfang ging es wellig über Wiesen und Schotterwege, aber tendenziell mehr rauf als runter. Ich fand mich schnell in "meiner" Gruppe mit Uli Rottler und Sven Winter ein, die heute übrigens auch wieder die Masters- Wertung gewannen.
Die steilen Anstiege, bei denen ich in den letzten Tagen immer Probleme hatte, dran zu bleiben, machten mir heute wesentlich weniger aus. Gemeinsam mit Daniel Pfrommer aus Calw machten wir uns dann nach 20 Kilometern aus dieser Gruppe auf und davon.
Zu meiner Überaschung folgten von hinten keine weiteren Fahrer. Weiter vorne fuhren wir weitere Fahrer auf. Beim einzigen Downhill des Tages konnte ich mit einem weiteren Fahrer einen kleinen Vorsprung rausfahren, der mir am nächsten Anstieg geholfen hat, nicht abgehängt zu werden.
Die Gruppe wurde durch die Abfahrt nochmals dezimiert und so fuhren wir zu viert bei KM 40 in den längsten Anstieg des Tages. Über Asphalt, Schotter und Waldtrails mussten insgesamt 500 Höhenmeter überwunden werden. Leider konnte ich die Gruppe nicht mehr halten. Als wir oben auf den Feldern ankamen konnte ich mich bei einem anderen Fahrer im Windschatten verstecken. An Führungsarbeit war aber bei mir nicht mehr zu denken, da ich inzwischen schon richtig platt war. 10 km vor dem Ende kam von hinten Andy Schröder aus Calw angeflogen, der mal wieder zum Ende richtig Druck hatte. Zu dritt ging es in den letzten Anstieg. Nochmals 3 km und ca. 200 Höhenmeter waren auf Schotter zu überwinden. Ich verlor den Anschluss und kämpfte mich allein nach oben. Mit Cola und Schmerzen in den Schenkeln kam ich oben an. Die letzten Kilometer, die mehr bergab gingen schaffte ich dann auch noch. Der Schlussanstieg, der kurz, aber sehr steil ist, war dann letztlich kein Problem mehr.
Am Ende konnte ich ca. 5 Minuten auf Rottler und Winter rausfahren. D.h..für mich ist das ein gutes Ergebnis, da ich die letzten Tage immer Mühe hatte, an den beiden dran zu bleiben.
Morgen ist der letzte Tag - zum Glück. Aber der hat es nochmals in sich. 83 km und 2400 Höhenmeter stehen auf dem Programm. Das ganze endet dann in einer Bergankunft am Feldberg. Danach ist dann zum Glück Schluß. Meine Beine werden sich freuen!




