Es ist geschafft. Von der Fahrzeit die längste Etappe der diesjährigen Trans Schwarzwald, dazu die letzten 15km fast ausschließlich bergauf. Der Veranstalter hat alles getan um die Fahrer kaputt zu bekommen. Einziger Trost. Der Streckenplaner, der Bürgermeister von Feldberg, ist selber mitgefahren und musste daher wohl genauso leiden wie alle anderen.Zu absolvieren waren heute 90 km mit 2300 Höhenmetern. Gestartet wurde in Grafenhausen in der Nähe des Schluchsees. Dann ging es über Lenzkirch, den Thurner, Hinterzarten, Bärental hinauf zum Feldberg.
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Die Etappe begann zunächst recht gut für mich. Ich konnte mich in der großen Spitzengruppe nach dem Start halten und im Windschatten etwas zurückhalten. Dann passierte nach 20 km in einer Abfahrt, wovon ich bisher verschont geblieben bin. Das Vorderrad hatte ein Loch und ich verlor viel Luft. Es half nichts, ich musste das Feld ziehen lassen. Innerhalb von Sekunden waren die Fahrer hinter der nächsten Kurve verschwunden.Ich musste einen neuen Schlauch reinziehen. Nach ca. 6-7 Minuten saß ich wieder auf dem Rad. Inzwischen waren natürlich schon mehr als hundert Fahrer an mir vorbeigezogen.
Allein machte ich mich auf die Verfolgung. Von Kräftte schonen keine Spur mehr. In vollem Renntempo ging es weiter. Nach einer Stunde Fahrzeit hatte ich einen knappen 30er Schnitt (ohne die Reparaturzeit). Ich überholte Dutzende von Fahrern. Nach ca. 35 Kilometern kamen von hinten zwei Fahrer, die ebenfalls platt hatten. Gemeinsam ging es weiter. Wir fuhren Gruppen auf und gleich an diesen Vorbei. Nach ca. 50 Kilometern musste ich die beiden an einem Steilhang leider fahren lassen. Die letzten 35 KM legte ich dann größtenteils allein zurück. Die Beine wurde müde und so nahm ich ein wenig Tempo raus um noch ein paar Körner für den harten Schlussanstieg zu haben.
Nach ca. 3:00 Std. ging ich auf die letzten 14 km. Es ging einen ekelhaft zu fahrenden, teilweise matschigen und nassen Grasanstieg hinauf. Das kostete richtig Kraft. Nach ca. 2 Kilometern ging der Weg auf Schotter über dafür wurde es immer steiler.
Die letzten 2 Kilometer wartete dann noch einmal ein Hammer. Erst über eine endlos steile Skibrücke, dann am Skihang einen Grashang hinauf. Alles jenseits der 20% Steigung.
Nach ca. 4 Std. war es dann geschafft. Heute nur auf dem 55. Gesamtrang bzw. dem 19. Platz bei den Masters.
Am Ende belegte ich somit den 34. Gesamtrang und den 14. Platz bei den Masters.
Jetzt geht es erste einmal in den Urlaub zum Regenerieren. Bis demnächst, zu den nächsten Rennberichten.




